WOOD CRADLE BABIES
Claes-R. Crasemann (cl)
Bankdirektor im "Unruhestand" mit ehrenamtlicher Tätigkeit in verschiedenen Kuratorien. Musikalisches Debut war 1956 in der Schülerband Old Time Students. Es folgte neben verschiedenen "Gastspielen" 1958 die Original Storyville Brass Band (u.a. mit H. Cuda u. A. Paul). 1959 wurde Claes durch Peter Hunck in die legendäre Riverside Jazz Band verpflichtet, was bis 1963 funktionierte und abrupt für fast alle Bands endete, als die Beatles bekannt wurden.
Zwischendurch wurde nur gelegentlich gejazzt, ab 1969 begann die "Szene Hamburg" in einigen der alten Jazzlokale, wobei Claes in einer kleineren Gruppe Swing in den Riverkasematten gemacht hat (u.a. mit Werner Böhm). Von 1980 bis 1994 war er dann von Hamburg fort in Goslar, Münster und Bielefeld - auch hier gelegentlich Jazzmöglichkeiten, in Bielefeld dann in einer festen Formation mit Swingmusik (der Schlagzeuger Klaus Wellen hatte davor bei den Düsseldorfer Feetwarmers und bei Passport gespielt).
Auch in Hamburg seit 1995 gelegentliche Auftritte und seit 2003 bläst Claes bei uns seine swingende Klarinette. Claes ist außerdem ein begeisterter Golfer.


Manfred "Puste" Herbst (tb, voc)                                                                                                 nach oben
Nach seiner Pensionierung als Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg hat Puste endlich Zeit für seine Hobbies, die er im Wechsel zwischen seinen Domizilen in Haffkrug (Ostsee) und Bergedorf ausübt: Tischlern, Segeln und nicht zuletzt Jazz. Nach einer Posaunenausbildung im kirchlichen Bläserchor hat er in Hamburg zunächst bei den Early Hour Sleepers gespielt (1960), dann von 1960 bis etwa 1966 bei den New Orleans Wanderers aus Harburg.
Als Gründungsmitglied der WOOD CRADLE BABIES bestimmt er seit 1976 mit urigem Tailgate-Posaunenspiel und seiner unverwechselbaren rau-chigen Stimme wesentlich den Sound der Band.
Seine weitere Leidenschaft, das Reisen, führt gelegentlich dazu, dass wir Gastmusiker verpflichten müssen.


Mario Scarperi (co)                                                                                                                          nach oben
Mario hat erste Kontakte mit dem Jazz in der Schüler- und Studentenband Wine Cellar Eight geknüpft (der Bandname resultierte aus dem Übungsdomizil im großväterlichen Wein- und Rumimportunternehmen).
In jugendlichem Sturm und Drang kämpfte sich die Band von ca. 1960 bis 1965 auf der Suche nach einer musikalischen Heimat durch viele Stilrichtungen von New Orleans, Swing, Be-Bop bis hin zu Free-Jazz Experimenten. Auch im großväterlichen Weinkeller hingen diese Trauben dann aber doch zu hoch und Mario entschied sich für eine musikalische Pause.
1974 packte Mario aber wieder das Jazzfieber, das führte dann 1976 zur Gründung der WOOD CRADLE BABIES. An seinen vielen Vertretungs- jobs merken wir, dass das Cornetspiel unseres Bandleaders auch von anderen Bands sehr geschätzt wird. 
Als gebürtigen Italiener zieht es Mario im Urlaub immer wieder nach Riva am Gardasee.


Eduard "Edi" Manek (p, arr)                                                                                                          nach oben
Edi ist Wiener und hat am dortigen Jazzkonservatorium Trompete studiert. Teddy Ehrenreich holte ihn in seine Dixieland Band, mit der er 2 Jahre in der "Adebar", einem bekannten Wiener Künstler- und Jazzlokal, spielte. Dorthin kamen öfter bekannte Musiker nach ihren Konzerten und stiegen ein. Als die Band einen Vertrag über eine 2-jährige Deutschland-Tournee bekam, wurde Edi Berufsmusiker. Hervorzuheben ist ein Monatsengagement im Frankfurter "Storyville", der damaligen Hochburg des Jazz. Während der Tournee freundete sich Edi, der als Kind Akkordeon gespielt hatte, mit dem Klavier an, um den Pianisten der Band in den Pausen (in denen im Trio gespielt wurde) zu entlasten. Nach der Rückkehr nach Wien spielte Edi (auch Musiker müssen essen) in einer Tanzkapelle - zuletzt nur noch am Klavier. Nach ca. 10 Jahren Berufsmusikertum kehrte er in seinen Beruf als Elektroingenieur zurück. Dem Klavierspielen blieb er treu, betätigt sich aber auch als Sänger (nach eigenen Worten "nicht sehr schön, aber lautstark") im Kirchen- und Gospelchor in Rellingen.
Seit Frühjahr 2005 hat der Dixieland Edi bei den WOOD CRADLE BABIES wieder voll in den Klauen.


Claus Albert (bj, voc)                                                                                                                      nach oben
Nach dem Erlernen von mehr als drei Griffen auf dem Banjo war sein musikalischer Aufstieg nicht mehr zu bremsen. Nach den ersten Auftritten mit einer Skiffle-Schulband 1959/1960 war der Schritt zur Jazzmusik nur ein kleiner (das lästige Auswendiglernen von Skiffletexten war damit erledigt). Die erste Band war die Storyville Jazzband in Eimsbüttel, dann wurde im Jazzclub "Die Röhre" die Mumin-Jazzband gegründet (1961-65). Nach Lehrzeit, Bundeswehr und Maschinenbau-Studium ging es dann in verschiedenen Hamburger Bands wieder los.
- Cobbers Washboard Band 1973-76
- Dreamland Orchestra 1976-81
- Gründung der Hot Jazz Union: 1983-90
- Hot Jazz Syncopators (immer mal wieder)
- Canal Street Jazzband (ab und zu)
- J.J.Tabb Skiffle Group 1999-2004
Ab November 2003 spielt Claus sein "singendes" Banjo bei den WOOD CRADLE BABIES und lockert das Programm mit gelegentlichen Skiffle-Einlagen auf. Wegen längerer Trips ins ferne Ausland muss er manchmal durch Gastmusiker ersetzt werden. Für das fortgeschrittene Rentenalter plant er die Gründung einer Banjo-Schule auf der Insel Bali.


Frank Wagner (b)                                                                                                                            nach oben
Im zarten Alter von 16 Jahren vergriff sich Frank zum ersten Mal an seiner "alten Oma", wie der Kontrabass ja auch im Volksmund genannt wird. Von seiner ersten Band, der New Darktown Jazzband ist heute der Schlagzeuger (Klaus Hugo) wieder dabei. Evelyn Hamann (Schauspielerin) bediente damals das Piano und Manager der Band war der heute sehr bekannte Konzertveranstalter Karsten Jahnke.
Unterbrochen durch ein auswärtiges Studium erfolgte Mitte der 60er Jahre jazzmäßig ein Wiedereinstieg bei der Hamburger Band The Entertainers mit vielen Auftritten im legendären Jazzlokal "Chanel No. 5" an der Grindelallee. Aus der anschließenden Zeit bei den heute noch  bekannten Bop Cats sind noch viele heiße Sessions im Jazzbunker am Poelchaukamp in Erinnerung.
Als der Jazz dann in Hamburg eine Auszeit nahm und die Szene den Rockbands überließ, sorgten Auftritte mit verschiedenen Swing-Gruppen weiter für die Hornhaut an seinen Fingern.
Seit 1976 zupft Frank als Gründungsmitglied der WOOD CRADLE BABIES bei uns einen kessen Darm. Wenn noch Zeit bleibt, restauriert er seine antike Büchersammlung zur Naturgeschichte.


Klaus Hugo (dr)                                                                                                                                nach oben
Im Herbst 1955 fing für Klaus im Gymnasium am Bondenwald, das viele in Hamburg bekannte Jazzer hervorgebracht hat, alles an. Er gründete zusammen mit Andreas von der Meden, Michael Gregor und Jürgen Scharnberg die Spökenkieker Jazzband. Daraus entwickelte sich das College-Swing-Quartett und daraus wiederum das College Jamtett, mit dem unvergessenen Trompeter Dieter Kock. Legendär waren die Sessions im einschlägigen "Enfant Terrible" in der Rutschbahn! Die vorläufig letzte Station war dann bis 1962 die New Darktown Jazzband, mit dem Bandleader Dieter Reichert - heute Inhaber des Birdland - an der Posaune, unserem Frank Wagner am Bass und der von den Mitmusikern so geliebten Evelyn Hamann am Klavier.
Nach Medizinstudium und Facharztausbildung zum Urologen hat Klaus 1983 dann wieder eine Jazzheimat bei den WOOD CRADLE BABIES gefunden.
Sein temperamentvolles Schlagzeugspiel ist ein Genuss für Ohr und Auge, seine Soli begeistern besonders die weiblichen Fans, drei davon sind seine reizenden Töchter.
In seiner Freizeit schlägt er auch gern auf den Golfball ein.